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Gesamtes Schulprogramm der DSO ( Stand Juni 2011)
Auszug: Präambel zum Schulprogramm der Deutschen Schule – Oslo Max Tau
1.1 Die Deutsche Schule Oslo – Max Tau in der Schullandschaft Oslos Engagement – Entwicklung – Begegnung – Zuversicht : Diese Begriffe gehören wie ein Leitmotiv zur Geschichte der DSO. Sie wurde 1980 für die Angehörigen der deutschen Botschaft und des Nato Hauptquartiers Nord zunächst als Grundschule gegründet. Ihre Entstehung verdanken wir dem Engagement des damaligen Vorstandes und den engagierten und flexiblen Lehrern der ersten Stunde. Mit der Gründung der DSO war von Anfang an die Idee der Toleranz und der Begegnung von deutscher und norwegischer Kultur verbunden. Ganz im Sinne von Max Tau, dem Namensgeber der Schule. Im Laufe der Zeit hat die Schule, sich den veränderten Anforderungen und Rahmenbedingungen angepasst. War sie am Anfang gedacht für deutschsprachige Schüler und Schülerinnen, die sich für begrenzte Zeit in Norwegen aufhalten, ist sie heute eine Begegnungsschule mit Kindergarten und Aktivtätsschule. Von den Schülerschaft hat ungefähr die Hälfte eine andere Muttersprache als Deutsch. Die DSO führt zum deutschen internationalen Abitur und zum norwegischen Vitnemål. Damit erhalten die Schülerinnen und Schüler einen bikulturellen Abschluss, der den Zugang zu den deutschen Hochschulen und den Hochschulen Norwegens eröffnet. Norwegisch und Samfunnsfag gehören von der ersten Klasse an zur Stundentafel. Als Fremdsprachen werden Englisch und Französisch angeboten. Ab der 6. Klasse wird Geschichte bilingual auf Englisch und Deutsch unterrichtet. Die Zusammenarbeit mit norwegischen Schulen und Einrichtungen findet auf den unterschiedlichsten Ebenen statt. Die Schule nimmt Angebote des kulturellen Skolesekken wahr, Deutschklassen von Ungdomsskoler in Oslo besuchen die DSO, ein Austausch mit Schülerinnen und Schülern aus Bergen findet in der 8. Klasse statt, Lernzirkel für den bilingualen Unterricht wurden in Zusammenarbeit mit dem Fremmedspråksenter an der Hoyskole i Østfold entwickelt. In Zusammenarbeit mit der französischen Schule in Oslo findet jährlich im Januar der „deutsch-französische Tag“ statt. Die neunten Klassen besuchen sich regelmäßig gegenseitig und die Klassen der 10. Jahrgangsstufe an beiden Schulen führen traditionell eine gemeinsame Fahrt nach Berlin durch. 2. Zum Leitbild der Deutschen Schule Oslo – Max Tau
Die DSO versteht sich als Gemeinschaft, in der Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Eltern eng zusammenarbeiten. Vornehmste Aufgabe der Schule ist ihr Bildungs- und Erziehungsauftrag gegenüber ihren Schülerinnen und Schülern. Offenheit gegenüber der norwegischen und deutschen Kultur bildet dabei die Grundlage, damit Schülerinnen und Schüler sich in einer Atmosphäre des vertrauensvollen Miteinanders in ihrem Anderssein verstehen lernen, Inhalte begreifen und damit Kompetenzen zum lebenslangen Lernen erwerben. Offenheit gegenüber schulischen Herausforderungen, die sich aus dem gesellschaftlichen Wandel ergeben, gehört genauso zum Selbstverständnis unserer Schule wie das Festhalten an bewährten Traditionen und Werten. Der erfolgreiche Schulbesuch stellt für die Schülerinnen und Schüler eine der entscheidenden Voraussetzungen dar, in beruflicher und privater Hinsicht ein erfülltes Leben zu führen. Einer guten Schulausbildung kommt damit sowohl aus der Sicht jedes Einzelnen als auch aus gesellschaftlicher Sicht eine hohe Bedeutung zu. Die DSO bietet eine bruchlose Lernbiographie vom Kindergarten bis zum Abitur. Alle Abteilungen arbeiten eng zusammen, um den Kindern einen reibungslosen Übergang in die unterschiedlichen Stufen der Schule zu ermöglichen. Die DSO strebt an, alle Schülerinnen und Schüler im Sinne einer gymnasialen Bildung bestmöglich zu fördern und zu fordern und dabei gleichzeitig sicherzustellen, dass kein Schüler die DSO ohne Abschluss verlassen muss. Der Unterricht ist so gestaltet, dass ein Wechsel von der DSO an eine norwegische Schule jederzeit möglich ist. Ziel der Ausbildung und Erziehung an der Schule ist die Heranbildung von mehrsprachigen, weltoffenen, handlungsfähigen und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten mit Wissen, Sozialkompetenzen, Kreativität und Einfühlungs-vermögen. Im Rahmen des schulischen Angebotes, das auf den Erwerb von Wissen und Kompetenzen zielt, geben wir auch der Entfaltung der emotionalen Seite der Schülerinnen und Schüler Raum und bieten Übungsräume für ihr gesellschaftliches Engagement. Unser schulisches Angebot öffnet sich auch außerschulischen Partnern. Die Schülerinnen und Schüler sollen erfahren, dass Lernen und Leisten nicht nur Anstrengung erfordert, sondern auch Freude hervorbringt. Diese Erfahrung wird auch dadurch vermittelt, dass Lehrer, Schüler und Eltern respektvoll und kooperativ miteinander umgehen. In diesem Verständnis von schulischem Leben haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, neben der Sachkompetenz auch die ihnen innewohnenden musischen und gestalterischen Anlagen zu entdecken und zu stärken und Sensibilität für ästhetische Erfahrungen zu entwickeln. Durch die Mitgestaltung des Schullebens in Gremien und bei Veranstaltungen lernen sie Schwierigkeiten und Erfolge einer Arbeit für die Gemeinschaft kennen. Die Erziehung an der Schule zielt darauf ab, die Einstellung der Schülerinnen und Schüler zu ihrem eigenen Lernen, zur Mehrsprachigkeit, zum Umgang mit sich selbst und anderen und zum Verhalten in der Umwelt, in der wir leben, positiv zu beeinflussen. Als Vorbereitung auf ein lebenslanges Lernen fördern wir in altersgemäßer Form die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit, Selbständigkeit und Teamfähigkeit. Voraussetzung dafür ist die Lern- und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Wir legen Wert auf die Entwicklung und Pflege von Umgangsformen, die gegenseitige Achtung und Toleranz aller an der Schule Beteiligten widerspiegeln. Wichtig sind uns Verhaltensweisen, die dem Leben in der Gemeinschaft dienen und gleichzeitig das Recht des Einzelnen achten. Die Sorge für die Umwelt und die mannigfachen Probleme einer globalisierten und mehrkulturellen Welt fordern eine Erziehung zu verantwortlichem Denken und Handeln und zu Solidarität mit Benachteiligten. Schule und Elternhaus sollen in Fragen der Erziehung zusammenwirken. Erziehungsprozesse, die im Elternhaus stattfinden, werden, wenn möglich, von der Schule unterstützend begleitet. Die Schule kann häusliche Erziehung aber nicht ersetzen und erwartet, dass Schülerinnen und Schüler die wichtigsten Grundmuster sozialverträglichen Verhaltens schon zu Hause gelernt haben. Am Ende ihrer Schulzeit sollen die Schülerinnen und Schüler über ein gesundes Selbstvertrauen verfügen, das auf fundiertem Wissen und erworbenen Schlüsselqualifikationen beruht und das ihnen die Fähigkeit gibt, selbstständig, verantwortlich und zuversichtlich ihre weitere Lebensplanung in die Hand zu nehmen. Ingwer Nommensen, Schulleiter Das gesamte Schulprogramm gibt es als pdf hier |